Ein Blick auf die Realität

Ungleiche Verwirklichungschancen aufgrund des Geschlechts zeigen sich in vielen Lebensberei­chen und spiegeln sich in ungleicher gesellschaftli­cher, wirtschaftlicher und politischer Partizipation von Frauen und Männern wider. Die Ungleichheit entsteht auch durch Strukturen, die Menschen aufgrund ihrer geschlechtlichen oder sexuellen Identität an der Verwirkli­chung ihrer Lebensentwürfe hindern. Diskriminierung, Gewaltverhältnisse, strukturelle Benachteiligungen durch institutionelle Regeln und Rahmenbedingun­gen mit nachteiligen Wirkungen für ein Geschlecht sowie Rollenbilder und Geschlechterstereotype sind Barrieren und Hindernisse für gleiche Verwirkli­chungschancen.

Sachverständigenkommission des zweiten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung 2019

Die folgenden Themenschwerpunkte stellen exemplarisch einige ausgewählte Aspekte der ungleichen Verteilung von Lebenschancen vor.

 

Es gibt Menschen, die sich mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, nicht identifizieren. Auch die Liebe kennt viele Facetten. Pilgernd wollen wir die Vielfalt der göttlichen Schöpfung wahrnehmen und miteinander ins Gespräch kommen.

 
Ratsvorsitzende Anette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen

Frauenfeindlichkeit ist kein individuelles Problem oder eine individuelle Meinung, sondern ein strukturelles Problem und Sünde.

 
Landesbischof Friedrich Kramer, Evangelische Kirche in Mitteldeutschland

Wir sind durch Gott zur Umkehr aus einer unheilvollen Geschichte von Vorverurteilungen und  Verletzungen an queeren Menschen gerufen.

Bischof Christian Stäblein, Evangelische Kirche Berlin – Brandenburg – schlesische Oberlausitz

Es ist weitverbreitet, Frauen als Menschen mit Geschlecht zu betrachten und Männer als Menschen: Chefinnen haben einen ‚weiblichen Führungsstil‘, Männer einen eigenen

 Margarete Stokowski, Autorin und Kolumnistin

Geschlechtergerechte Gesellschaften sind nicht nur fairer, sie sind auch stärker - in Deutschland und weltweit.

 Franz Müntefering, Ehemaliger Vizekanzler

Geschlechtergerechtigkeit muss zu einem durchgängigen Leitprinzip in Veränderungsprozessen werden.

Dorothee Land, Gleichstellungsbeauftragte der EKM