Arbeit von Frauen- wertgeschätzt und fair bezahlt?

Die Arbeit von Frauen wird sehr geschätzt. Unbezahlte Arbeit leisten Frauen in der Familie, in der Kirche. Sie sind überwiegend  in Dienstleistungs- und Pflegeberufen zu finden. Wie werden sie bezahlt und was schützt sie vor Altersarmut?

Warum arbeiten Frauen unbezahlt?

Gibt es Traditionen oder liegt es in der Natur der Dinge, dass Frauen sich mehr für Familienarbeit angesprochen fühlen?  Wo bleiben die Männer bei der Verteilung der Lasten?

Gibt es Berufe, die Frauen mehr liegen?

Wie kommt es, dass Frauen trotz besserer Bildungsabschlüsse in weniger gut bezahlten Berufen arbeiten und dass sie unterdurchschnittlich in Leitungspositionen zu finden sind?  Fehlen Vorbilder und warum?

Reicht die Hälfte?

Frauen erhalten in Deutschland im Vergleich zu Männern ca. 20 Prozent weniger Lohn und  fast die Hälfte weniger Rente als Männer. Im Osten Deutschlands sind die Löhne insgesamt geringer und damit auch die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern. Gleichstellung zwischen Männern und Frauen ist in Deutschland ein Grundrecht, dennoch ist die tatsächliche Gleichstellung in praktischen Feldern noch nicht erreicht.

Was trägt die Kirche zur (Geschlechter)gerechtigkeit bei?

Kirche und Diakonie sind neben dem öffentlichen Dienst in Sachsen die größten Arbeitgeberinnen. Kindertagesstätten, Pflege- und Bildungseinrichtungen sind in kirchlicher Trägerschaft. Welche Traditionen von gerechter Verteilung der Arbeit zwischen den Geschlechtern werden im christlichen Kontext weitergegeben und welche Wechselwirkung hat dies auf die Gesellschaft? 

Was gibt es zu tun auf dem Weg zur Geschlechtergerechtigkeit?

Arbeit und Geld haben ganz konkret mit unserem Leben zu tun. Das Private ist politisch, Ungerechtigkeiten sollten benannt und beseitigt werden. Die Rahmenbedingungen der Arbeitswelt sollten gleiche Chancen bieten.

Was gibt es in Annaberg zum Thema Geld und Arbeit?

Der Silberbergbau in den Jahren von 1470 – ca. 1550 hat Annaberg reich werden lassen. Frauen leisteten ihren Beitrag im Bergbau und als Montanunternehmerinnen, wurden aber oft vergessen. Die Heilige Anna, Namensgeberin der Stadt, war die Schutzheilige der Bergleute, man sah sie auch als Helferin in der Geldnot. Im Osten Deutschlands ist die Berufstätigkeit von Frauen selbstverständlich. Dies hat große Debatten im Zuge der Wiedervereinigung ausgelöst. Wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen war im Ostteil Deutschlands selbstverständlich. Allerdings war die unbezahlte Arbeit auch im Osten überwiegend in der Hand von Frauen.

Lassen Sie sich auf eine Reise  in  Vergangenheit und Gegenwart ein, diskutieren Sie mit  und gestalten Sie ein Stück Zukunft.

Kommen Sie zur Pilgeretappe nach Annaberg-Buchholz
Wann
: 21. Mai 2022

10.00 Uhr Start in der St. Annenkirche:                              

  • Spiritueller Impuls/ Hinweise zum Pilgern
  • Turmbesteigung
  • Impuls zu Luise-Otto-Peters „Dem Reich der Freiheit werb' ich Bürgerinnen“
  • Pilgerweg „Dächerspaziergang“  durch die Stadt zum Firmensitz  von Dachdeckermeisterin Michaela Wolf
  • Impuls zu Frauen als Unternehmerinnen und im Handwerk
  • Mittagsimbiss auf dem Markt
  • Impuls zu Barbara Uthmann (Unternehmerin um 1514 in Annaberg) mit Annett Preissler
  • Pilgerweg durch die Stadt und  Umgebung
  • „Denkpause“ im Erzhammer, Kulturzentrum
  • Übernachtungsmöglichkeiten in der Stadt und ggf. Weiterpilgern am nächsten Tag.

Wo: 09456 Annaberg-Buchholz/ Sachsen

Weitere Informationen: Die Veranstaltung wird barrierearm geplant. Wenn Sie selbst oder eine andere Person Unterstützung benötigen, sprechen Sie uns bitte an.

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Anmeldung: Frauenarbeit der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens im Dreikönigsforum/ Hauptstraße 23/ 01097 Dresden, https://www.frauenarbeit-sachsen.de, Tel: 0351 81 24231


 

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Es gibt Menschen, die sich mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, nicht identifizieren. Auch die Liebe kennt viele Facetten. Pilgernd wollen wir die Vielfalt der göttlichen Schöpfung wahrnehmen und miteinander ins Gespräch kommen.

 
Ratsvorsitzende Anette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen

Frauenfeindlichkeit ist kein individuelles Problem oder eine individuelle Meinung, sondern ein strukturelles Problem und Sünde.

 
Landesbischof Friedrich Kramer, Evangelische Kirche in Mitteldeutschland

Wir sind durch Gott zur Umkehr aus einer unheilvollen Geschichte von Vorverurteilungen und  Verletzungen an queeren Menschen gerufen.

Bischof Christian Stäblein, Evangelische Kirche Berlin – Brandenburg – schlesische Oberlausitz

Es ist weitverbreitet, Frauen als Menschen mit Geschlecht zu betrachten und Männer als Menschen: Chefinnen haben einen ‚weiblichen Führungsstil‘, Männer einen eigenen

 Margarete Stokowski, Autorin und Kolumnistin

Geschlechtergerechte Gesellschaften sind nicht nur fairer, sie sind auch stärker - in Deutschland und weltweit.

 Franz Müntefering, Ehemaliger Vizekanzler

Geschlechtergerechtigkeit muss zu einem durchgängigen Leitprinzip in Veränderungsprozessen werden.

Dorothee Land, Gleichstellungsbeauftragte der EKM